Isomalt - was muß man dabei beachten?

  • Demnächst möchte ich gerne mal mit Isomalt rumspielen. Das Granulat liegt hier schon eine Weile rum, aber sorecht hab ich mich noch nicht herangetraut.
    Gibt es da irgendwas was man unbedingt beachten muß? Also was die Verarbeitung ansich angeht?

    Und ist es möglich die heiße Masse zusammen mit gehärtetem Fondant, Pastillage oder 'nem gebackenen Keks zu verwenden? Sprich wenn ich dort Lücken habe und diese durchsichtig füllen möchte. Hat da jemand Erfahrung mit? Oder schmilzt mir das dann alles weg? ?(
    Falls das nicht geht, kann man Zuckerplatten evtl schneiden oder splittert das nur, so dass ich mir vorher da schon entsprechende Formen suchen/bauen muß?

  • Betty
  • Hallihallo. Also ich kann Dir aus meiner Erfahrung sagen, dass es wirklich höllisch heiß wird. Am Besten auf kleiner Flamme hochheizen, weil das Zeug wirklich sehr schnell Farbe bekommt und das will man ja nicht. Außerdem raucht es dann auch ganz schön 🙈 *räusper* 😂

    Ganz wichtig ist eine gute hitzeunempfindliche Oberfläche und eine ordentliche Menge Backtrennspray. Kekse oder ähnliches dürften Dir wohl schmelzen. Es wird nämlich richtig heiss. Auch evt genutzte Förmchen etc. Schneiden lässt es sich bedingt. Im ausgehärteten Zustand bekommt meinen keinen ordentlichen Schnitt hin. Wird eher so hart wie Lutscher. So lange es noch gut warm ist ginge evt mit einer Schere. Es lässt sich dann aber auch recht gut in Form "pressen". Aber am besten ist es sicher gleich die gewünschte Form zu gießen. Ich hoffe ein paar Fragen konnte ich Dir beantworten.

    Liebe Grüße

    Tamara

  • Ich habe mit Isomalt schon Kekse gefüllt, das ging ohne Probleme. Einfach den Keks in der Mitte ausstechen und dann mit dem Isomalt füllen. Aber Du musst recht schnell dabei sein, denn es wird rasch hart.
    "Glasspltter" für Torten habe ich damit auch schon gemacht.
    Für Fondant könnte es zu heiß sein, ich denke da schmilzt dir der Fondant weg.

  • TheCakeWhisperer könnte man es theoretisch auch mitbacken? Habe schon öfter gesehen, dass einige Bonbons o.ä. zerstoßen und das dann in Kekslöcher gegeben haben, um dann beides zusammen zu backen. Oder ist das eher Wunschdenken und klappt dann nur alle Jubeljahre einmal?

    Tamara2004 vielen Dank! Das hilft super.
    Zählen Silikonmatten/formen als solch hitzeunempfindliche Oberfläche? Eigentlich schon, oder? Weil in Backofen kommt das ja auch (teilweise).

  • Das freut mich. Ja ich habe auch eine Silikonmatte benutzt. Hat wunderbar funktioniert.

    Ich hab für eine runde Form zB einen Dessertring benutzt. Man muss nur etwas aufpassen und dran denken dass der dann auch echt heiß wird. Hab es auch mit Alufolie zerknüllt als Form versucht und das hat trotz Backtrennspray nicht wirklich gut geklappt. Blieben immer kleine Stückchen dran kleben. :(

    Viel Spaß beim Ausprobieren. 😊

  • Im Backofen wird es denke ich nicht gehen, da Isomalt am Besten bei um die 140-150 Grad zu verwenden ist und um die Kekse zu backen, brauchst du ja ein höhere Temperatur.
    Aber mit Zucker klappt das prima mit den Plätzchen.
    Ansonsten am besten in Ausstechförmchen aus Metall gießen.

  • Ich habe heute mal ein wenig mit Isomalt rumgetestet. Also ein erster zaghafter Versuch.

    Hab ein wenig in ner Mini-Silikonbackfor erwärmt, das ging ansich ganz gut. War aber wohl zu warm, weil das Isomalt gelb geworden ist.
    Mit der Silikonform ließ sich auch gut hantieren. Hab dann zwei Kekse gefüllt. Ein paar Blasen waren drin, aber sonst ok.

    Nun nach ein paar Stunden ist der Zucker allerdings total klebrig geworden. Was natürlich überhaupt nicht schön ist. Das bedarf dann wohl doch noch einige Experimente. Gleich mitbacken, hab ich aber noch nicht ausprobiert.

  • Vorerst werde ich dieses Projekt erstmal auf Eis legen. Nachdem ich schon einige gute Ergebnisse hatte, gebe ich mich jetzt dem feuchten Klima des Nordens geschlagen... vorerst :p

    Der Zucker zieht mir einfach zuviel Feuchtigkeit (aktuell zwei Tage Dauerregen). Hatte nen Keks mit Royal Icing und "Wassertropfen". Sah toll aus. Zwei Tage später sah es aus, wie ein kleines Geschwür. Neben dem Zerlaufen, scheint der Isomalt auch komisch zu flocken (wahrscheinlich das falsche Wort). Da bilden sich dann plötzlich so weiße Stockflecken und es quillt auf - als wenn von Innen was heraus will. Sieht unschön aus 8o

  • Zitat

    Zwei Tage später sah es aus, wie ein kleines Geschwür. Neben dem Zerlaufen, scheint der Isomalt auch komisch zu flocken (wahrscheinlich das falsche Wort). Da bilden sich dann plötzlich so weiße Stockflecken und es quillt auf - als wenn von Innen was heraus will. Sieht unschön aus.


    Wenn Isomalt Feuchtigkeit zieht, dann wurde es beim Verarbeiten nicht heiß genug erhitzt. Es muss eine Temperatur von 171° erreichen, damit es hinterher richtig fest wird.

    Das hat was mit der Struktur der Zuckerkristalle zu tun, was genau da passiert, da müsstest du einen Chemiker fragen.


    Bei schokolade ist es ja ähnlich, kennst du bestimmt, die muss man ja auch temperieren, und wenn man da Fehler macht, bleibt die u.U. auch weich und klebrig.


    Man kann isomalt auch mitbacken, ich mach so die Fenster von Lebkuchenhäusern.


    Lg

    Deamonia

  • So ich nochmal, da ich demnächst einen neuen Versuch mit Isomalt wage.

    Ich hab jetzt schon öfter gesehen, dass manchmal Isomalt zuerst mit Wasser aufgekocht wird. Wenn ich das richtig verstehe, ist das bei "unbehandeltem" Isomalt notwendig, damit man dann später damit vernünftig arbeiten kann.
    Nun steht auf meiner Verpackung leider dazu absolut nichts drauf. Und damals wurde mir auch beim Händler gesagt, nur erhitzen und verarbeiten.

    Ich denke denke aber, dass genau das evtl. das Problem des vorherigen Scheiterns war. Mein Granulat sieht eher aus wie Hagelzucker. Wenn ich mich aber so umgucke, sieht man Isomaltstückchen oft eher klar/durchsichtig in den Verpackungen.
    Die Frage ist nun aber, wieviel Wasser müsste da zu? :/

    Nachtrag: Ich teste jetzt erstmal ohne Wasser, aber mit den 170°. Wenn das Isomalt abgekühlt/fest ist und ich es später wieder verflüssigen will, muß es dann auch wieder erst 170° erreichen?
    Hab echt das Gefühl ich stell mich für Isomalt zu doof an :D