Die Cake & Bake 2026 ist vorbei und ich nehme wieder einmal einen ganzen Koffer -ausnahmsweise sogar zwei Koffer (ob das wohl an meinen Handtaschen, Hüten oder Schuhen liegen könnte…
)- voller Eindrücke mit nach Hause. Es war ein Wochenende voller Inspiration, Begegnungen und natürlich ganz viel Kreativität.
Tortenwettbewerb: Qualität auf höchstem Niveau
Eines der Highlights war – wie jedes Jahr – der Tortenwettbewerb. Auf der Bühne wurde von rund 260 Anmeldungen gesprochen. Beim Rundgang habe ich allerdings „nur“ 197 ausgestellte Torten gezählt. Die Differenz lässt sich vermutlich durch Abmeldungen oder nicht abgegebene Werke erklären. Was aber definitiv bleibt: Die Qualität der Exponate war beeindruckend. So viele detailreiche, aufwendig gestaltete und kreative Torten – da konnte man sich kaum sattsehen. Für mich immer wieder der Bereich, in dem man am längsten stehen bleibt staunt und fotografiert (Bei der Masse habe ich tatsächlich eine Handvoll Torten vergessen im Detail abzulichten. Das ist mir jetzt zu Hause beim Abgleich erst aufgefallen🫣). Meine Bilder der Schaustücke sind wie immer auf dem Insta- undFacebook-Accountvon MyCakeStuff-Account zu finden.
Die Disqualifikationen einiger herausragender Werke beim Wettbewerb waren besonders bedauerlich. Es blutete einem förmlich das Herz. Das mag zwar streng von der Jury gewesen sein, lässt sich aber nicht vermeiden, um einen fairen Wettbewerb zu garantieren. Das Nicht-Eindecken von Cake-Boards und bei gestapelten Torten fehlenden Cake-Boards waren „klassische“ Fehler, die auf einfache Weise vermeidbar von den Teilnehmern gewesen wären.
Das es Höhenvorgaben für das Cakeboard gab (2 cm!) ist nicht so häufig. Aber wie immer gilt: Lies die Regeln
lies die Regeln
lies die Regeln![]()
„Brot + Herzhaft“ – ein voller Erfolg
Neu in diesem Jahr war die Area „Brot + Herzhaft“ – und sie wurde richtig gut angenommen. Besonders auffällig war der Andrang bei einem Mehlhändler, der am Samstag fast komplett ausverkauft war und nachts nochmal losgefahren ist, um Nachschub zu holen. Mehr Nachfrage geht eigentlich nicht. Auch die Sauerteig-Proben der ‚Sauerteigbörse‘ zum Selber-Ansetzen waren durchgehend gefragt. Es zeigt sich ganz klar: Brot backen ist wieder oder noch immer ‚in‘.
Der Stand des Bäckerinnungsverband WEST war bereits am Samstag abgebaut. Am Sonntag standen dort nur noch leere Tische. Gerade bei so einer gut besuchten Messe wäre es schön gewesen, diese Fläche zu kaschieren oder anderweitig sinnvoll zu nutzen – zum Beispiel mit Sitzmöglichkeiten für Besucher.
Sitzplätze – vorhanden, aber begrenzt
Ausruhen konnte man sich zwar im Messecatering oder rund um den Kaffee- und Crêpes-Stand, allerdings waren diese Plätze verständlicherweise eher für zahlende Gäste gedacht. Ein zusätzlicher Ruhebereich hätte das Erlebnis für viele Besucher sicher noch angenehmer gemacht.
Übrigens wusstest Du, dass es an der Wand zum Obergeschoss des Messecatering einen Trinkbrunnen gibt? Dort kann jeder Besucher seine Wasserflasche kostenfrei auffüllen. Ich finde das einen tollen Service.
Aussteller: viele bekannte Gesichter – und ein paar Lücken
Bei den Ausstellern gab es viel Vertrautes zu sehen, ergänzt durch einige kleinere, neue Händler. Gleichzeitig fehlten aber auch ein paar bekannte Namen. So war zum Beispiel „Super Streusel“ mit seiner beliebten Streuselwanne dieses Jahr nicht in Dortmund dabei. Das mag vielleicht darauf zurückzuführen sein, dass "Streusel" grundsätzlich gut vertreten waren: Dr. Oetker mit seiner 'Streusel-Bar' (Streusel zum Selbermischen), 'Happy Sprinkles' und 'SPRINKLZ Streuselade' (das sind die Streusel aus reiner Schokolade; bekannt aus "Die Höhle der Löwen"). Streusel-Fans sind also definitiv nicht zu kurz gekommen.
Grundsätzlich haben die Besucher gut eingekauft. Teilweise bildeten sich am Samstag riesige Kassenschlagen mit einer Wartezeit von bis zu 1 Stunde (!). Bei manchen Messeangeboten war es halt schwer „Nein“ zu sagen. ![]()
Stände & Wegeführung
Die Gestaltung der Stände war – wie so oft – sehr unterschiedlich. Von liebevoll inszeniert bis eher schlicht war alles dabei. Das liegt natürlich allein in der Hand der Aussteller. Die COOKIECUTTERFABRIK hat z. B. extra eine Firma engagiert, bei der die Besucher kostenlos kurze Videos mit einer 360-Grad-Kamera aufnehmen konnten. Der Messestand der Kandidaten der aktuellen Staffel von ‚Das große Backen 2025‘ hat sich gegenüber ihrem Auftritt auf der ‚Kuchenmesse Hamburg 2025‘ auch weiterentwickelt. Sie boten neben den üblichen Selfies und Autogramm diesmal Cupcake-Workshops an. Daneben gab es noch Kleinigkeiten zu erwerben wie ein Magnet mit dem Gruppenbild der Kandidaten, ein Stoff-Armband mit dem Spruch von Christian Hümbs „Crunch ist Pflicht“ und einen süßen Schlüsselanhänger mit Backutensilien.
Positiv aufgefallen sind mir die Gangbreiten zwischen den Ständen – die waren dieses Jahr wirklich angenehm. Ganz anders leider wieder beim Tortenwettbewerb: Die Abstände zwischen den Tischen waren, wie schon im letzten Jahr, einfach zu eng.
Wo ist der pinke Teppich geblieben?
Ein kleines Detail, das mir tatsächlich gefehlt hat: der ikonische pinke Teppich im Eingangsbereich. Für viele gehört er einfach zur Cake & Bake dazu. 2026 wurde er durch einen hellblauen Teppich ersetzt – Geschmackssache, aber ein bisschen Kult ging damit schon verloren.
Süßes zum Essen – die Auswahl steigt
Was viele Besucher erwarten – und ehrlich gesagt auch ich – ist auf einer Tortenmesse Kuchen zu essen. 🍰 Ganz perfekt ist das Angebot noch nicht, aber es wird besser.
Dieses Jahr gab es unter anderem: Bubble-Waffeln, Dubai-Erdbeerbecher, Macarons, Mandelgebäck, Crêpes, Baumstriezel (9 €) und Exquisite Törtchen (8 € – schon etwas happig, finde ich). Gefühlt ist der Anteil an essbaren süßen Angeboten definitiv gestiegen – ein Schritt in die richtige Richtung.
Collabs als echtes Highlight
Eine richtig schöne Ergänzung waren die verschiedenen Collabs (FIPGC Weltmeisterschaft – Team Niederlande / Team Deutschland; Internationale SugarArt Biennale). Besonders begeistert hat mich – als absolute Tee-Trinkerin – die „Royal Tea-Time Collab“.
Diese fand in einem separaten Raum mit Einlassregelung statt – was sich als perfekte Lösung erwiesen hat. Kein Gedränge, dafür viel Ruhe, um sich die einzelnen Werke anzusehen. Ein mit viel Liebe zum Detail gestalteter Raum. An den Wänden ringsum waren die Collabstücke aufgestellt und aufgehängt. In der Mitte eine festlich eingedeckte Tafel. An deren Ende sogar ein Selfie-Point eingerichtet ist. Eine königliche Schärpe für Fotos wurde zur Verfügung gestellt.
Direkt vor dem Raum stand außerdem eine lebensgroße Statue von Königin Máxima der Niederlande, modelliert von Michael Wehrmann – ein echter Blickfang und absolut beeindruckend.
Kleiner Wermutstropfen
Für mich war der Samstag mit einem „Verlust“ verbunden. Ich habe meine limitierte und zertifizierte La Vidriola-Brosche verloren (Kaffeetasse mit Keks auf dem Unterteller)
Falls sie jemand gefunden hat, würde ich mich über eine Rückgabe sehr freuen!
Fazit
Die Cake & Bake 2026 war wieder ein inspirierendes Event mit vielen Highlights, tollen Begegnungen und neuen Impulsen. Natürlich gibt es hier und da kleine Punkte, die man verbessern könnte. Lassen wir uns überraschen, was im nächsten Jahr geboten wird.
Die nächste Cake & Bake ist am 20. & 21. März 2027. Alle Termine findet Ihr wie immer im MyCakeCalender.
Klar ist mein Bericht sehr subjekttiv. Ein "normaler" Besucher mag einiges anders sehen. Ich freue mich bei solchen Events immer am meisten auf das Wiedersehen mit allen Tortenfreunden aus Nah- und Fern.