Borstel sucht die Super-Torte 2026

  • Diese Woche startet im TV die 14. Staffel der Hobbybäcker-Ausgabe von „Das große Backen“. Mitmachen möchte da sicher so mancher insgeheim gern – aber für viele bleibt es eben ein Traum. Umso schöner, dass es die kleinen, feinen Tortenwettbewerbe vor Ort gibt. Backen in der eigenen Küche, ohne Zeitdruck, ohne große Vorgaben und vorallem ohne der gefürchteten technischen Prüfung (!) – und trotzdem kann man sich anschließend einer Jury stellen. Das klingt doch deutlich entspannter! ;)

    Im Rahmen der „Borsteler Sommerklänge“, einer Kulturveranstaltung der Borsteler Kirchengemeinde im Alten Land (Niedersachsen), gab es genau so einen Tortenwettbewerb für Jedermann. Und diesmal war ich nicht nur als Zuschauerin dabei, sondern habe mich selbst mit einer Torte dem Wettbewerb gestellt.

    Ein Tortenwettbewerb mit Fernsehfeeling

    Die Veranstaltung begann zunächst mit einem Festgottesdienst unter der Leitung von Daniel Kaiser in der wunderschönen St. Nikolai-Kirche. Wer einmal in der Gegend ist, sollte dort unbedingt einen Blick hineinwerfen. Es lohnt sich. Das Motto des Gottesdienstes lautete „Wenn Kuchen Leben rettet“ – in diesem Fall war es Rosinenkuchen.


      


    Anschließend ging es in den Pfarrgarten vor der Kirche. Dort waren Tische und Bänke unter Zelten für die Besucher aufgebaut. Die Zelte waren an diesem Tag durchaus hilfreich, denn die Bestellung für gutes Wetter war bei Petrus offenbar nicht angekommen. Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch.

    Für die Bewertung der eingereichten Backwerke hatte man keine Geringe als Bettina „Betty“ Schliephake-Burchardt, Präsidentin des Deutschen Konditorenbundes und vielen als TV-Jurorin bekannt, gewinnen können. Ein kleines bisschen „Das große Backen“ gab es also tatsächlich in Borstel.


    15 Torten und eine schwierige Entscheidung


    Insgesamt waren 15 Backwerke eingereicht worden. Betty verkostete gemeinsam mit Daniel Kaiser von der Kulturredaktion des NDR die verschiedenen Torten und Kuchen. Das Probieren der einzelnen Werke ist vermutlich der angenehmste Teil einer solchen Jurytätigkeit. Hinterher allerdings eine Bewertung abzugeben und die Backwerke in eine Rangfolge zu bringen, dürfte deutlich schwieriger sein. Schließlich steckt hinter jeder Torte viel Arbeit und Herzblut.


    Für die Zuschauer wurde die Bewertung besonders anschaulich gestaltet: Nach jedem Tortenanschnitt zeigte Betty das jeweilige Stück und beschrieb, was sie darin entdeckt hatte. Anschließend gab es – ganz wie im Fernsehen – ein kurzes Feedback zu jedem Gebäck. Für mich als Teilnehmerin war es natürlich besonders spannend, die Bewertung der einzelnen Torten zu verfolgen. Schließlich möchte man schon wissen, wie die eigene Torte bei einer so erfahrenen Jury ankommt.


    Nachdem alle 15 Backwerke verkostet waren, zog sich die Jury kurz zur Beratung zurück. Dann war es endlich so weit: Die Platzierungen wurden bekannt gegeben und insgesamt fünf Torten prämiert. „Borstels Super-Torte“ wurde schließlich ein Apfelkuchen mit Honig aus eigener Imkerei. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten als Dankeschön ein Koch- beziehungsweise Backbuch. Die ersten drei Plätze durften sich zusätzlich über eine Urkunde freuen.




    Autogramme, Selfies und persönliche Tipps


    Nach der Preisverleihung stand Betty noch für Autogramme und Selfies zur Verfügung. Auch für die teilnehmenden Bäckerinnen nahm sie sich Zeit und gab auf Nachfrage bereitwillig Tipps und Hinweise, wie sich die eigenen Backwerke vielleicht noch verbessern lassen. Das ist natürlich eine tolle Gelegenheit, wenn man schon einmal eine Konditormeisterin und Jurorin vor Ort hat.


    Und wie schmecken die anderen Torten?


    Nach der Preisverleihung wurden die eingereichten Kuchen und Torten an die Zuschauer verkauft. Der Erlös kam drei sozialen Projekten der Kirchengemeinde zugute.


    Ich war gemeinsam mit drei Freundinnen vor Ort – und das erwies sich bei der späteren Kuchenauswahl als echter Vorteil. Wir haben uns jeweils unterschiedliche Kuchenstücke ausgesucht und anschließend am Tisch untereinander probiert. So konnten wir gleich mehrere der eingereichten Backwerke verkosten. Unsere persönlichen Favoriten waren dabei die Stachelbeer-Baiser-Torte und die Bienenstich-Apfel-Torte.


    Mein Fazit

    Mir hat der Tortenwettbewerb in Borstel richtig gut gefallen. Es war eine schöne Mischung aus Kulturveranstaltung, Tortenwettbewerb und geselligem Beisammensein – und durch die prominente Jury kam sogar ein kleines bisschen Fernsehfeeling auf.


    Für mich persönlich war es natürlich besonders spannend, selbst mit einer Torte teilzunehmen und zu erleben, wie eine professionelle Jury das eigene Backwerk beurteilt. Und Betty hat übrigens angedeutet, dass sie sich auch im nächsten Jahr wieder als Jurorin zur Verfügung stellen würde. Da drücken wir doch mal ganz fest die Daumen, dass das klappt! Ich bin dann auf jeden Fall wieder mit dabei. 😊


    ➡️ Tipp für alle, die selbst einmal bei einem Tortenwettbewerb mitmachen möchten

    Im MyCakeCalendar findest Du Termine für öffentliche Backwettbewerbe.


    Du kennst einen weiteren öffentlichen Tortenwettbewerb? Dann lass es mich gern wissen!


    P.S. Meine Torte (mit der Start-Nr. 1) hat übrigens den 5. Platz belegt.